
Als Heimathafen Immobilien in Münster eine ehemalige Kunstgalerie als neuen Standort wählte, stand weniger die Frage nach Gestaltung im Vordergrund als nach Transformation: Wie lässt sich eine offene, für Ausstellungen gedachte Loftfläche in einen funktionalen Arbeitsort überführen – ohne den Charakter des Bestands zu verlieren?
Die Ausgangssituation war typisch für galeriegeprägte Räume: großzügig, offen, visuell stark – aber akustisch ungeeignet und funktional kaum strukturiert. Gleichzeitig bestand der Anspruch, den Einzug in sehr kurzer Zeit umzusetzen und die Fläche unmittelbar arbeitsfähig zu machen.
Der Eingriff folgt keiner klassischen Raumaufteilung, sondern einer klaren Zonierungslogik. Statt neue Räume zu bauen, wird der Bestand präzise weiterentwickelt.
Zentrale Elemente sind Glastrennwände, die visuelle Offenheit erhalten und gleichzeitig funktionale Abgrenzung schaffen sowie Vorhänge und Teppichflächen, die akustisch wirksam sind und Bereiche differenzieren. USM Haller Möbel geben als raumbildende Elemente Struktur, ohne den Raum zu schließen.
So entstehen klar definierte Zonen für konzentriertes Arbeiten, Austausch und Besprechungen – ohne den offenen Loftcharakter aufzugeben.
Die vorhandene Lichtinstallation, ursprünglich für den Galeriebetrieb konzipiert, wird nicht ersetzt, sondern funktional ergänzt. Akustische Maßnahmen integrieren sich in das bestehende System und erweitern dessen Nutzbarkeit.
Materialität und Farbigkeit folgen dabei keiner dekorativen Logik, sondern unterstützen die Nutzung: warme Oberflächen, textile Elemente und gezielte Kontraste schaffen eine Atmosphäre, die zwischen Arbeitsumgebung und Aufenthaltsqualität vermittelt.
Die Fläche bleibt, was sie war – offen, großzügig, prägnant – und wird gleichzeitig zu einem funktionalen Arbeitsort weiterentwickelt. Strukturiert, akustisch optimiert und klar zoniert für konzentriertes Arbeiten, Austausch und Besprechung.
Das Projekt zeigt, wie sich anspruchsvolle Bestandsflächen effizient nutzen lassen: durch präzise Eingriffe statt grundlegender Umbauten, durch Systematik statt Überformung – und durch eine Planung, die Nutzung in den Mittelpunkt stellt.