Das St. Josef-Stift in Sendenhorst ist eine renommierte Fachklinik mit überregionalem Einzugsgebiet. Die Einrichtung vereint unter einem Dach moderne Akutmedizin und Rehabilitation mit den Schwerpunkten Orthopädie, Rheumatologie und Schmerzmedizin. Im Verlauf unserer langjährigen Zusammenarbeit haben wir verschiedene Bereiche der Klinik gestaltet und eingerichtet.
Mit dem Neubau der Magistrale hat das St. Josef-Stift ein bauliches und funktionales Zentrum geschaffen, das die Klinikstruktur neu ordnet und zugleich das Erlebnis für Patienten, Besucher und Mitarbeitende deutlich verbessert. Die Magistrale verbindet nicht nur baulich den Alt- und Neubau der Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie – sie steht sinnbildlich auch für die Verbindung von Tradition und Moderne innerhalb des Hauses.
Architektonisch stellt die Verbindung von Alt- und Neubau eine besondere Herausforderung dar: Der niedrigere, lichtärmere Altbau geht über in den großzügig dimensionierten, tageslichtdurchfluteten Neubau. Um diesen Übergang harmonisch zu gestalten, wurde der neue Empfang im Altbau als klar strukturierter Orientierungspunkt mit einer reduzierten Farb- und Formsprache gestaltet.
Ein zentrales gestalterisches und funktionales Element der Magistrale ist die „Spirale“ – ein dreidimensionales Kunstwerk, das sich als Sitzgelegenheit und identitätsstiftendes Objekt zugleich versteht. Ihre organische Form fügt sich ideal in die Raumstruktur ein und gibt dem zentralen Bereich der Magistrale eine besondere Aufenthaltsqualität.
Die neue Magistrale ist damit nicht nur eine bauliche Verbindung zwischen Alt und Neu, sondern auch Ausdruck einer modernen, patientenorientierten Klinikstruktur, die Funktionalität, Ästhetik und Menschlichkeit in Einklang bringt. Neben der Spirale laden weitere Sitz- und Kommunikationsbereiche zum Verweilen ein. Kunstobjekte und wechselnde Ausstellungen werten die Magistrale zusätzlich auf und machen sie zu einem offenen, inspirierenden Ort der Begegnung.
Ein zentrales Ziel war die funktionale Bündelung wichtiger Bereiche sowie die Schaffung kurzer Wege für alle Nutzergruppen. Durch die geschickte Integration von Servicepunkten, Warte- und Kommunikationszonen entstand ein Ort, der weit mehr als ein Durchgang ist: ein belebter Raum mit Aufenthaltsqualität.
Im Neubau sollte anstatt einer klassischen Kantine ein vielseitig nutzbarer Raum entstanden – das Spithöver-Forum. Es dient nicht nur als Ort für Pausen, sondern auch als Lounge, Treffpunkt für informelle Meetings oder Veranstaltungsraum.